Aufruf an die Jugend in Baden-Württemberg: Lebt die Demokratie, für die viele in der Welt kämpfen müssen! Geht am 8. März 2026 wählen!

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Gegen den Strich.

Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind“. Dieser Satz von Winston Churchill ist heute so aktuell wie im Jahr 1947, als er ihn prägte.

Wenn ihr denkt, eure einzelne Stimme macht doch keinen Unterschied, stimmt das nicht! Denn ihr seid bei Wahlen nicht allein. Durch Wahlen vergebt ihr die ehrenvollsten Ämter, die es in einer Demokratie gibt.

Ja, manchmal gewinnt eine Person, die inkompetent oder korrupt oder beides ist. Das Gute an einer Demokratie ist, dass solche Fehlgriffe wieder abgewählt werden können. In autoritären Systemen findet die Ablösung von Inkompetenten und Korrupten meist nur bei dem Ableben der Akteure statt.

Demokratie lebt vom Mitmachen

Demokratie ist aber auch mehr als das periodische Abgeben einer Stimme bei einer Wahl. Demokratie lebt vom Mitmachen. Demokratische Verfassungen geben der Minderheit das Recht zur Opposition. Denn der gewählte Volksvertreter ist kein „Diktator auf Zeit“.

Lord Acton, ein weiterer berühmter Brite, stellte fest: „Macht neigt dazu, zu korrumpieren, und absolute Macht korrumpiert absolut“. Neben den Wahlen ist der Widerspruch gegenüber den Amtsinhabern ein wirksames Mittel zur Beschränkung der Macht, vor allem der exekutiven Macht.

Lord Acton (1834–1902)

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass schwache Persönlichkeiten keinen Widerspruch dulden, sobald sie Macht haben?

Die Rolle der freien Presse

Welche Partei oder welche Person ihr wählt, ist abhängig von eurer persönlichen Meinung. Jede Meinung formt sich aus den Informationen, die zur Verfügung stehen. In einer freien Gesellschaft gibt es zahlreiche Medien, aus denen man sich informieren kann.

Noch ein Spruch: Solange es eine freie Presse gibt und Menschen lesen können, ist alles in Ordnung“. Das stammt von Thomas Jefferson, einem der Gründungsväter der USA.

Es ist ein Merkmal autoritärer Systeme, dass sie den Zugang zu unabhängigen Pressemedien beschränken. Ihr könnt einfach testen, wie sich das auswirkt. Lest mit der automatischen Übersetzungsfunktion eures Browsers den russischen Kommersant oder die chinesische Webseite Toutiao. Nach ein paar Wochen glaubt ihr, ihr lebt auf einem anderen Planeten.

Zu den armseligsten Menschen gehören übrigens die, die viele Nachrichten lesen könnten, aber dies nicht tun, weil sie Angst vor einem „Herrscher“ haben. So etwas gibt es überall.

Dort wo es nicht das Recht zur eigenen Meinung gibt, riskieren viele Menschen Leib und Leben, um eine Mitsprache durch Wahlen zu bekommen. Die Geschichte der letzten 200 Jahre ist voll von Kämpfen gegen Diktaturen, die nicht im Interesse ihrer Bürger und Bürgerinnen gehandelt haben.

Ihr braucht nicht kämpfen. Aber seid neugierig und engagiert. Und geht wählen!

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