Spotify hat einen Hype um das „musikalische Alter“ seiner Nutzer geschaffen (Ihr Berichterstatter ist demnach 25 Jahre alt). BeuronBerlin bietet die Top-10-Liste der bisher meistgelesenen Beiträge.
Es gibt einige Überraschungen, auch für BeuronBerlin selbst.
Platz 10: Politischer Stammtisch
Der Vorschlag, einen politischen Stammtisch in der Gemeinde einzurichten, hat es knapp in die Liste der Top 10 geschafft.
Da eine kostenlose Bekanntmachung im Amtsblatt aber von Hans-Peter Wolf verboten wurde, kam es nicht zur Umsetzung.
Platz 9: Verbesserung des ÖPNV
Die Recherche darüber, wie eine kleine Gemeinde für ihre Einwohner das Angebot von Bussen und Bahnen verbessern kann, fand viele Leser.
Die Gemeindeverwaltung versprach, an die zukünftigen überregionalen Planungssitzungen teilzunehmen. Das tat sie bisher nicht.
Platz 8: Unnötiges Neubaugebiet
Der merkwürdige Grundstückstausch zwischen Thiergarten und Beuron liegt einem Kaufvertrag zugrunde, den der frühere Bürgermeisterdarsteller für die Gemeinde abschloss.
Dieser Kaufvertrag, auf der Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes mittlerweile offengelegt, wirft weitere Fragen auf. Fortsetzung folgt.
Platz 7: Unfertiges Blockheizkraftwerk
Hans-Peter Wolf hielt sein Versprechen nicht. Bis heute ist das BHKW nicht nach Plan fertiggestellt. Beschwerden verschwanden mit Hilfe des Gemeinderats Rüdiger Bertsch jahrelang im Rathaus.
Das Landratsamt erfuhr erst durch BeuronBerlin von dem Sachverhalt – zu spät?
Platz 6: Aufstand der Lämmer
Hinweise auf den jahrzehntelangen Abstieg der schönen Gemeinde Beuron und Anzeichen von Vetterleswirtschaft sind unerwünscht. Aber es regt sich Widerstand gegen die etablierten Akteure.
Wird eine investigative Lokalpresse dabei helfen können? Das ist noch unklar.
Platz 5: Rückkehr der Presse
Viele Leser wollten etwas über die Zielsetzung von BeuronBerlin erfahren.
Kurz gesagt: Nach dem Rückzug des Lokaljournalismus aus kleinen Gemeinden und dem Wegfall der Stammtische nach dem Kirchgang will der erste Blog im Donautal wieder Transparenz über politische Entscheidungen schaffen – und die Demokratie stärken.
Platz 4: Gedenken an Paul Briel
Fünf Jahre vor seinem Tod stellte Paul Briel aus Neidingen seine Lebenserinnerungen vor. Die Neidinger Fallhütte war zu diesem Anlass bis auf den letzten Stehplatz gefüllt.
Besonders ergreifend schilderte er seine Erfahrungen als kleiner Junge, der miterlebte, wie seine Familie von Nazi-Nachbarn isoliert wurde.
Platz 3: Ein neuer Mann
Diesen Beitrag kommentierte der 2. Bürgermeister von Beuron, Rüdiger Bertsch, mit „Es reicht!“. Nicht nur ChatGPT bewertet das negativ.
Es ist demokratiepolitisch problematisch, kommunikativ unprofessionell und pressefreiheitssensibel.
Collage: BeuronBerlin
Platz 2: Keine Revolution
Was die Gemeinde Beuron braucht, um attraktiver für alle zu werden, interessierte sehr viele Leser.
Das bisherige Geschäftsmodell der Subventionierung von privaten Projekten dürfte allmählich an Grenzen kommen. Was zu tun wäre, verlangt keine Zauberkräfte, sondern klare Zielsetzungen und eine offene Kommunikation.
Platz 1: Alraune
Den ersten Platz der Top-10 belegt das Portrait von Alraune, einer im letzten Jahr nach Beuron gezogenen Künstlerin. Für die Gemeinde ist dies ein absoluter Glücksfall.
Alraune ist eine international bekannte Persönlichkeit, die mit „Alraunes Privatmuseum“ eine kulturelle Attraktion im Oberen Donautal geschaffen hat.
Lokales im Vordergrund
Für BeuronBerlin überraschend haben alle Beiträge in den Top 10 einen lokalen Bezug. Das ist bemerkenswert, denn die Zugriffszahlen auf die Top 10 liegen über den Einwohnerzahlen von Beuron.
Und nur ein Drittel der Berichte betreffen die Gemeinde Beuron.
Allerdings sind die Abstände zu den anderen Beiträgen nicht sehr groß. Berichte über die Ukraine, den Zivilschutz und klimafreundliches Heizen folgen in der Rangliste.
Ziemlich weit oben steht auch die Beschreibung des unglaublichen Mheibes-Spiels.
BeuronBerlin wird es über Weihnachten spielen.

