Am 2. November 2026 riefen ukrainische Journalisten in einer gemeinsamen Aktion ihre internationalen Kollegen auf, die russische Aggression im Rampenlicht zu halten.
“ Wir sprechen jeden Morgen mit Ihnen aus einem Land, in dem wir erst einmal sicherstellen, dass unsere Familien und Freund noch leben. Dieser Appell ist ein verzweifelter Versuch, uns vor dem Vergessen zu bewahren.“
In einem vierminütigen Video, das sie gestern auf X posteten, erzählen Journalisten aus allen Regionen der Ukraine über ihre tägliche Realität.

BeuronBerlin berichtet regelmäßig über den Krieg in der Ukraine, seine Brutalität und die Stimmung im Land.
Ungebrochen, aber zunehmend verzweifelt
Der Widerstandsgeist ist ungebrochen, wie alle Umfragen der Meinungsforschungsinstitute im Land ergeben. Das sagen auch die Journalisten in dem Video.
Aber obwohl die Russen an der Front nicht weiterkommen, trotz zehntausender Tote und Verletzter jeden Monat, sieht es nicht gut aus, vor allem für die Zivilbevölkerung. Die systematische Zerstörung der zivilen Infrastruktur erschwert das Leben zunehmend. Erstmals seit Kriegsbeginn ist dieses Jahr das Bruttosozialprodukt nicht gewachsen.
Warum: Wer ständig im Luftschutzbunker sitzen muss, kann nicht arbeiten.
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Das Recht auf Verteidigung
Deutsche Extremisten von rechts und links wollen die Ukraine nicht weiter unterstützen. Sie fordern die Ukraine zur Kapitulation auf. Sie sagen, Russland gewinnt sowieso.
Solche Sätze kennen die ukrainischen Journalisten. Sie zitieren sie im Video von gestern. Und sie weisen Europa auf eine unbequeme Möglichkeit hin: Putin wird bei einer Kapitulation der Ukraine weitere Länder, noch näher an der deutschen Grenze gelegen, angreifen.
Ist das sicher? Das weiß nur Putin selbst, was es so gefährlich macht.
In der Geschichte der Neuzeit haben siegreiche Diktatoren selten aufgehört, Kriege zu führen.
Napoleon, Hitler, Mussolini, Stalin führten bis zu ihrem Tod Kriege. Ja auch Stalin. Er trug entscheidende Mitverantwortung für den Ausbruch des Koreakriegs 1953, dessen Folgen bis heute fortbestehen.
Wer das russische Staatsfernsehen verfolgt, hört jedenfalls täglich von der Notwendigkeit, Europa mit Waffen zu zerstören. Damit Russland sicher ist.
Vergesst den russischen Angriffskrieg vor Weihnachten nicht!


Danke Harald,
für Deinen unermüdlichen Einsatz für die Ukraine.
Ich weiß nicht, ob 2002 wirklich die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt wurde, aber seit einigen Jahren wird sie mit Sicherheit am Dnepr verteidigt, für uns zu einem Spottpreis: ein paar Milliarden Euro und kein Einsatz von Menschenleben.
Gruß Burkhard